Die Autorin beschreibt am Beispiel einer hier lebenden fiktiven indischen Familie,
den Prozess der Entfremdung von der eigenen Kultur, und das Scheitern dieser Menschen
bei dem Versuch, in der neuen Kultur wirklich heimisch werden zu koennen.
Damit wirft sie die Frage auf, ob die eigene Kulturelle Identitaet aufgegeben werden muss,
um in einem fremden Land psychisch ueberleben zu koennen.
Besonders erwaehnenswert ist ihr Stil. Kurze Saetze, die wie Momentaufnahmen, erbarmungslos
Situationen, Menschen und Erlebnisse fotografieren. Eine experimentelle Form, die der
gespannten Lage der adargestellten Personen und der Brisanz des Themas gerecht wird.

Meenakshi Puri wurde 1931 in Bombay/Indien geboren. Seit 1961 lebt sie in Deutschland.
In Indien sind weitere Romane von ihr erschienen.

"Der hochdramatische Augenblick in eine hochgespannten Lage.
Kurze Saetze fotographieren die Vorbeirasenden Ereignisse.
Das sind Augenblicke, gefrorene Momente, nicht ein erzaehlender
Film. Eine Erzaehlkunst, die Bilder zeigt und nicht erzaehlt,
ist einmalig, beinahe revolutionaer...
Ihre Welt ist von Menschen belebt, die emotionell und kulturell
zerissen sind. Diese Zerissenheit gibt ihnen die Faehigkeit
sich selber und die Mitmenschen erbarmungslos zu beobachten.
Diese Beobachtungen sind als Montage, Collage oder auch
Dokumentation aufgebaut-eine Dokumentation, die nichts auslaesst."

Rajendra Yadav Delhi, 30.01.1992 (Schriftsteller und Dichter,
Verleger der literarischen Zeitung "Hans").

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